Artikel SZ, Montag, 11.Januar 2010 – Wie war`s bei Ali Khan?


Auch ihn sehen manche als enfant terrible – den Kirchseeoner evangelischen Pfarrer Hartmut Thumser. Donnerstagnacht war war er mit seiner Band „Die frischen Fische“ bei einem anderen Verteter dieser Sprezies: in der Radioshow von Ali Khan.
Lena Grundhuber hat nachgefragt.


SZ:
Wie kamen Sie zu diesem Auftritt?
Thumser:
Unsere neue Managerin hat das vermittelt. Und ich war sehr überrascht von dem Mann , dem ja der Beruf des Zynikers vorauseilt. Er ist ein total freundlicher, netter, herzlicher Mensch. Wir haben zwei Stunden über Gut und Böse, Gott und die Welt geredet.

SZ: Auf unorthodoxe Art.
Thumser: Klar, der Mann ist ein Freigeist. Aber in Fragen Religion und des Glaubens trafen wir uns. Er hat nichts Dogmatisches und er ist einer, der die Hosen runterlassen kann.

SZ: Gutes Stichwort : Khan zielt gern unter die Gürtellinie. Wie fühlt man sich als Pfarrer, wenn Ali Khan sich in der Sendung über eine Prostituierte mit schlechten Deutschkenntnissen lustig macht?
Thumser: Die Bereiche unter der Gürtellinie gehören auch zu mir. das muß sein dürfen. Wir haben uns auch über das Zölibat unterhalten und waren beide der Ansicht, dass es nicht richtig ist, Sexualität zu verleugnen. darüber sollte man sich aufregen und nicht über Zoten.

SZ: Als Pfarrer haben Sie ja auch einen missionarischen Auftrag. Wo bleibt der bei einem solchen Auftritt? Thumser: Es geht ja darum, den Brückenschlag hinzukriegen, da gibts ein Riesendefizit in der Kirche. Wir müssen dem Volk aufs Maul schauen, um es mit Lther zu sagen.Insofern kann man den Auftritt bei Ali Khan  auch in der volksmissionarischen Ecke ansiedeln.

SZ: Hat die Kirchenleitung nicht gegen solche Auftritte?
Thumser: Nein, auch da gibt es Leute, die mit beiden Beinen in der Welt stehn.

1 Kommentar

  1. Pfarrer Thumser hat auf jeden Fall recht, daß der Auftritt auch einen missionarischen Zweck erfüllt hat. Mein Mann wäre sicherlich nicht aus der Kirche ausgetreten, wenn es solche Pfarrer damals gegeben hätte. Ich kann ihn nur loben für seinen Mut zu dem zu stehen woran er glaubt. Das tun wenige.


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